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Themenbereich: Maria, Mariam (Anfang) | Hl Jungfrau | Hl Maria | Maria in den Konfessionen | Maria im Islam

verwandter Themenbereich: Rosenkranzgebet


Die religiöse Bedeutung Marias ist einer der großen Unterschiede zwischen den Konfessionen.

Die Marienverehrung hat ihre Wurzeln zu Beginn des 5. Jahrhunderts. Hintergrund waren jedoch stets christologische Kontroversen. Dabei führte insbesondere die Bezeichnung Mariens als Gottesmutter resp. Gottesgebärerin zu Auseinandersetzungen innerhalb des Christentums, vor allem von Seiten des Bischofs Nestorius, der sich gegen Cyrill und dessen Bezeichnung Mariens als „Gottesgebärerin“ und für den Titel „Christusgebärerin“ aussprach, da der Titel „Christus“ Gottheit und Menschheit Jesu umfasse. 431 n. Chr. fand zur Beilegung dieser Frage das Konzil von Ephesos statt. Dieses bestätigte die alexandrinische Position Cyrills und bestimmte Christus als eine Person in zwei Naturen, wobei zwischen den beiden Naturen Idiomenkommunikation herrsche. Entsprechend wurde Maria als „theótokos“, Gottesgebärerin definiert, was zur Abspaltung der Nestorianischen Kirche führte.

 

Orthodoxe und katholische Kirche

Zentral für das orthodoxe und katholische Verständnis der Figur Mariens ist sie als Ort der Inkarnation Gottes. Orthodoxe und katholische Theologen legen zwei Stellen im Lukasevangelium als biblischen Beleg für die von diesen Kirchen praktizierte Marienverehrung aus. In den orthodoxen Kirchen zeigt sich diese Verehrung nicht zuletzt an der großen Zahl der Marienikonen, die nur von der der Christusikonen übertroffen wird.

Die katholische Kirche beruft sich bei ihrem Marienbild weniger auf biblische Aussagen als auf ihre Traditionen und Überlieferung. Diese werden von ihr als das „Zeugnis des Heiligen Geistes“ interpretiert – im Gegensatz zu den protestantischen Kirchen, bei denen das Zeugnis des Heiligen Geistes niemals über das der Bibel hinausgehen kann. Maria – so die katholische Argumentation – nimmt das Wort Gottes durch einen Engel über das Ohr auf.

Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. (Lk 1,35)

Sie trägt dann das Wort Gottes, das ihr der Engel verkündete in sich und wird zur Stätte der Fleischwerdung des Sohnes des allmächtigen Gottes. Die Rolle Marias im Heilsgeschehen wird in der katholischen Kirche von der Mariologie untersucht. So wird Maria in der katholischen Kirche wegen der Jungfräulichen Geburt Jesu oft auch kurz „die heilige Jungfrau“ genannt. Andere häufige Titel sind „Mutter Gottes“, „Unsere Liebe Frau“, im ostkirchlichen Bereich „Theotokos“ (Gottesgebärerin).

Nach protestantischer Ansicht stellt die orthodoxe bzw. katholische Art der Marien- und Heiligenverehrung einen Widerspruch zu vielen biblischen Aussagen dar, nach denen das Gebet in seinen unterschiedlichen Facetten (Fürbitte, Dank, Lobpreis, Anbetung) ausschließlich Gott zum Adressaten haben darf. Katholische Dogmatiker unterscheiden allerdings zwischen Ehrerweisung, die auch Menschen erwiesen werden kann (z. B. Maria und anderen Heiligen) und Anbetung, die nur Gott zukommt. Sie weisen eine von der Gottesverehrung losgelöste Marienverehrung zurück. Zwischen Orthodoxen und Katholiken sind die Unterschiede in diesem Punkt geringer, allerdings werden die Mariendogmen von 1854 (Unbefleckte Empfängnis) und 1950 (leibliche Aufnahme Mariens in den Himmel) – nach mancher Ansicht im zweiten Fall nur aus kirchenrechtlichen Gründen, im ersten wegen der unterschiedlichen Erbsündenlehre der beiden Kirchen, jedoch nicht aus mariologischen Gründen – von der Orthodoxie abgelehnt.

Religionswissenschaftler weisen darauf hin, dass Maria im katholischen Christentum die Funktion einer Göttin innehabe. Der Zürcher Christoph Uehlinger hält die Lehrmeinung, Maria werde als Heilige verehrt, aber nicht als Göttin angebetet, für eine bloße „Sprachregelung. ... Unter Umständen verehren sie die Gottesmutter stärker als Gott selbst, der so fern und entrückt scheint, dass die Menschen gar nicht wissen, wie sie mit ihm kommunizieren sollen“.[2] Ähnlich urteilt auch der Amerikaner Steven Benko in seinem Buch The Virgin Goddess:

In seiner Verehrung der Jungfrau Maria absorbierte das katholische Christentum nicht nur viele Kultelemente der griechischen und römischen Göttinnen, sondern im Endeffekt ersetze Maria diese Gottheiten und setzte sie in christlicher Form fort. [3]

Mariendogmen

In der römisch-katholischen Theologie existieren vier Glaubensdogmen zur Person der Heiligen Maria:

- Immerwährende Jungfräulichkeit (seit dem 4. Jahrhundert)
- Gottesmutterschaft (431 in Ephesus)
- Unbefleckte Empfängnis (immaculata conceptio, 1854 in Rom)
- Mariä Aufnahme in den Himmel (assumpta, 1950 in Rom)

Das Dogma der Gottesmutterschaft ist auch in der Orthodoxie und in den protestantischen Kirchen anerkannt. Die beiden letzten Dogmen gelten nur in der römisch-katholischen Kirche. Das Dogma der immerwährenden Jungfräulichkeit wurde noch von den Kirchenreformern Martin Luther, Jean Calvin und Huldrych Zwingli vertreten, die modernen evangelischen Kirchen vertreten dieses Dogma jedoch überwiegend nicht mehr, da es sich ihrer Auffassung nach nicht mit dem Sola scriptura-Prinzip vereinen lässt.

Es wurden folgende Marianische Jahre gefeiert: 1953/54, 1987/88, 2002/03 (auch „Rosenkranzjahr“)

 

Protestantismus

Evangelische und auch Alt-Katholische Christen betrachten Maria mit Respekt als ein Vorbild des christlichen Glaubens unter vielen. Eine Verehrung als Gnadenmittlerin sowie eine weit über die biblischen Aussagen hinausgehende Mariologie, wie sie in den Dogmen von der Unbefleckten Empfängnis oder der Leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel zum Ausdruck kommt, betrachten sie als Irrlehre (Häresie).

Marientage in den evangelischen Kirchen

Auch in der evangelischen Kirche werden drei Marientage gottesdienstlich begangen. In der lutherischen Bekenntnisschrift Confessio Augustana von 1530 heißt es in Artikel XXI: „Vom Heiligendienst wird von den Unseren so gelehrt, dass man der Heiligen gedenken soll, damit wir unseren Glauben stärken, wenn wir sehen, wie ihnen Gnade widerfahren ist“, jedoch soll man nicht „die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen suchen“.

Nach evangelischem Verständnis sind die Marientage Christusfeste. Sie haben deswegen die liturgische Farbe weiß, die für Christus steht. Nach Luthers Regel werden nur solche Heiligen- und Marienfeste gefeiert, deren Grundlage eine biblische Geschichte ist (die kath. und orthodoxen Feste beruhen z.T. auf nachbiblischen oder apokryphen Traditionen).

Unbewegliche Festtage

2. Februar: Tag der Darstellung des Herrn - Lichtmess (früher auch Mariä Reinigung genannt)
25. März: Tag der Ankündigung der Geburt des Herrn
2. Juli: Tag der Heimsuchung Mariä

 

Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Maria_(Mutter_Jesu) (Versionen|Autoren), Stand: 12/2008

 

 

 

 

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